Was ist Amateurfunk ?

Der Amateurfunk

ist ein vielfältiges, faszinierendes und vor allem auch friedliches Hobby!

In diesem Teil der Website finden Interessierte und Neueinsteiger einiges an grundsätzlichen Informationen.

Wir vom Landesverband Wien im ÖVSV, dem Wiener Amateurfunkclub, helfen Dir gerne weiter.
Besuch' uns beim Clubabend oder frag' per eMail (office[at]oe1-oevsv.at) an und vereinbare einen Termin mit unserer Newcomer-Betreuerin YL Karin OE1SKC (oe1skc[at]oevsv.at). 

Wir freuen uns schon darauf Dich kennen zu lernen!

Zuerst einmal ganz einfach:
Funkamateure kommunizieren und experimentieren mit drahtlosen Kommunikationsverfahren.

Etwas genauer:
Der Amateurfunk hat von der ITU (International Telecommunication Union - "Internationale Fernmeldebehörde") Frequenzbereiche zugewiesen bekommen, auf denen weltweit mit den unterschiedlichsten Verfahren nicht kommerzielle Nachrichten ausgetauscht werden dürfen.

Funkmateure müssen über eine Prüfung eine Lizenz erwerben und bekommen dann ein Rufzeichen (Call) zugewiesen. Dieses Rufzeichen ist weltweit einmalig und identifiziert den Radioamateur eindeutig. Österreichische Amateurfunk-Rufzeichen beginnen mit OE, gefolgt von einer Ziffer für das Bundesland und weiteren ein bis drei Zeichen, also z.B. OE1XNC für eine unserer Clubstationen.

Selbstverständlich kommunizieren wir auch mittels gewöhnlicher Sprache, aber nicht nur: Wir benutzen auch Morse Codes sowie Text und Bildübertragung. Wir sprechen von Betriebsarten. In der Folge listen wir hier einige davon auf.

Sprechfunk

Sprachübertragung erfolgt mit verschiedenen technischen Verfahren.  Einfach einmal bei Wikipedia unter "SSB" oder "Frequenzmodulation"  nachschauen.

Morsefunk, CW

Der "Klassiker" unter den Betriebsarten. Technisch gesehen eine sehr einfache und unmittelbare Kommunikationsmethode, die auch heute noch den großen Vorteil hat, daß auch unter schwierigen Sende- und Empfangsbedingungen damit kommuniziert werden kann.
Durch Kombinationen von kurzen und  langen Tönen können Buchstaben, Ziffern und Zeichen gebildet werden. Fast jeder kennt das ... --- ... (SOS). Weil das Senden von langen Nachrichte damit recht mühsam werden kann, hat sich eine "Kurzschrift" entwickelt.
--... ...-- / . ... / --.  . / -.. . / --- . .---- -..- -. -.-. / ... -.-   =  73 ES GE DE OE1XNC SK
Das bedeutet:
Alles Gute und guten Abend, hier ist (war) OE1XNC, Ende der Verbindung.
Eine Morsefunk-Prüfung ist zur Erlangung einer Amateurfunk-Lizenz nicht mehr notwendig.

Digitale Betriebsarten, Funkfernschreiben

Auch das sind teilweise "Klassiker" der Kommunikation. RTTY und verwandte Verfahren werden auch heute z.B. beim Militär und in der Schifffahrt verwendet. Sie sind ähnlich betriebssicher wie CW (Morsefunk), sind aber nur maschienenlesbar. Man braucht also technische Einrichtungen zum Codieren und Decodieren der Signale. Heute wird das meistens mit dem Computer gemacht.

Auch für die folgenden Betriebsarten sind zum Transceiver (Sender/Empfänger) noch Zusatzeinrichtungen notwendig:

  • Bildübertragung (SSTV)
  • Amateurfunk-Fernsehen (ATV)  und noch ein paar "exotischere":
  • Meteorscatter
    Sternschnuppen ionisieren Teile der Atmosphäre, die dann als "Reflexionsflächen" für Funkwellen benutzt werden.
  • EME
    Bei Erde-Mond-Erde wird der Mond als Reflexionsfläche für UKW genutzt. Mit viel Leistung und guten Richtantennen geht das recht gut!

Diese Liste kann man noch einige Zeit fortsetzen.
Das Betätigungsfeld für den Amateurfunker ist fast unerschöpflich. Jeder findet seine Nische.

Manchen macht es besonderen Spass Geräte oder Antennen selbst zu konstruieren und zu bauen, wieder andere versuchen mit möglichst kleiner Sendeleistung (QRP) möglichst weit zu kommen.
Viele Amateure nehmen an Wettbewerben (Contests) teil, andere "jagen" Funkverbindungen mit exotischen Ländern (DXCC), Inseln (IOTA) oder Berggipfeln (SOTA).